Normandie: Industrielles Erbe neu gedacht – Fischerei-Museum eröffnet in ehemaliger Kabeljau-Fabrik

Fischerei-Museum Fécamp
Kabeljau-Fang wird in Fécamp angeliefert
Blick aus dem Glasbau
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Am 8. Dezember eröffnet das neue Fischerei-Museum im Hafen von Fécamp in der ehemaligen Kabeljau- und Heringfabrik „La Morue Normande“.

Auf sieben Etagen und 4 700 Quadratmetern zeigen verschiedene Themenbereiche die jahrhundertelange Geschichte der Neufundland- und Heringsfischerei von Fécamp, die impressionistische Vergangenheit Fécamps während der Entstehung der Seebäder in der Normandie und das Leben der lokalen Bevölkerung.

Bemerkenswert ist die Wahl des Ortes für das neue Museum. In dem 1950 gebauten Gebäude wurde bis in die 1970er Jahre tonnenweise Kabeljau aus Neufundland getrocknet, weiterverarbeitet und bis nach Brasilien exportiert und ab den 1960er bis in die 1990er Jahre Hering und Lachs geräuchert. Die industrielle Vergangenheit des Ortes wurde dabei konsequent in die Ausstellung integriert: Besucher können beispielsweise alte Raucheröfen oder das ehrwürdige Büro des Reeders besichtigen.
Zu Beginn der Besichtigung wartet außerdem ein modernes Highlight auf die Besucher: ein Glasbau, der auf das historische Gebäude gesetzt wurde, ermöglicht einen 360°-Blick auf die Alabasterküste und die Fischerstadt Fécamp.

Auch bei der Konzeption der Ausstellung durch die deutsch-französische Agentur Die Werft kommt das industrielle Erbe buchstäblich zum Tragen: die zweckmäßige und schlichte Architektur der ehemaligen Kabeljau-Fabrik, die ohne tragende Wände auskommt, unterstützt den hellen und offenen Charakter des Museums.

Kontakt

Sawina Oehlke
Projektleitung Normandie c/o Atout France
069 97 58 01 21